Ford macht Autos leiser – mittels “Flüsterstrategie”


Immer ruhiger wird es in Innenräumen von Fahrzeugen. Früher mussten Insassen ab einer bestimmten Geschwindigkeit regelrecht anschreien um sich zu verständigen. Bei modernen Autos sind Gespräche und der Musikgenuss auch bei höheren Geschwindigkeiten möglich. Es existiert noch Raum für weitere Optimierung. Im Bezug auf die Akustik im Fahrzeug liefert die „Flüsterstrategie“ viele kleine Verbesserungen. Diese macht in der Summe einen großen Unterschied und macht die Fahrt für Fahrer und Passagiere noch komfortabler und wirkt weniger ermüdend.

Die „Flüsterstrategie“

Ford untersuchte bei der Entwicklung des neuen Ford Kugas geräuscherzeugende Elemente. Von der Rad- und Motoraufhängung bis zu den Türdichtungen, um Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren. Bei der Ausstattungsvariante Vignale wurde in der Premium-Leberpolsterung der Anteil an glatten Flächen verringert, wodurch Geräusche weniger reflektiert werden. Bei der neuen, dritten Ford Kuga-Generation befindet sich unter der Karosserie ein abgestimmtes Schallschutzschild, dies begrenzt das Eindringen von Straßen- und Windgeräuschen von außen.

Zwei Jahre lang haben die Ford-Ingenieure mehr als 70 verschiedene Reifen auf verschiedenen Oberflächen – wie Asphalt bis hin zu rauem Beton und Kopfsteinpflaster – unter nassen und trockenen Bedingungen sowie bei verschiedenen Geschwindigkeiten getestet. Das Ziel war, dass eine Reifenspezifikation zu finden, die die Abrollgeräusche auf ein Minimum reduzieren und gleichzeitig ein hohen Komfort bieten und Grip sicherstellen. Die Kanäle hinter den Außenverkleidungen, die zur Kabelführung dienen, kleiner und schmaler, um den karosserienahen Luftstrom zu begrenzen.

Informationen zum Thema bietet auch das folgende Video: https://youtu.be/lCyPbUe_hq4


Minimiertes Geräuschniveau dank Elektrifizierung

Eine spürbar reduzierte Geräuschkulisse wird ermöglicht durch das Bedarfsweise Fahren ohne Verbrennungsmotor. Der neue Kuga Plug-in-Hybrid verbindet den Reichweitenvorteil und die Flexibilität eines Benziners mit der hohen Energie-Effizienz und der Laufkultur eines batteriebetriebenen Elektromotors. Das Plug-in-Hybrid-System des Kuga setzt sich zusammen aus einem 2,5 Liter großen Vierzylinder-Benziner, der nach dem Atkinson-Zyklus arbeitet, einem Elektromotor sowie einer Lithium-Ionen-Hochvolt-Batterie mit einer

Kapazität von 14,4 Kilowattstunden (kWh). Gemeinsam entwickelt dieses Antriebssystem eine Leistung von 165 kW (225 PS), die über ein stufenloses CVT-Automatikgetriebe auf die Straße gebracht wird.

Im ausgewählten Antriebsmodus “EV Jetzt“ wird das Fahrzeug rein elektrisch und damit lokal emissionsfrei angetrieben, bis der Akku-Ladezustand nicht mehr für reine Elektrofahrten ausreicht. Das heißt: damit das Fahrzeug allein über die Batterie und den Elektromotor angetrieben wird, schaltet sich der Benzinmotor komplett ab. Wodurch bei kontrollierten Tests sehr niedrige Geräuschemissionen von nur 52 dB (A) gemessen wurden.

Aktive Geräuschkompensation

In der Ausstattungsvariante „Vignale“ verfügt der Kuga Plug-in-Hybrid (sowie die Kuga Vignale-Versionen mit dem 2,0.Liter-EcoBlue-Dieselmotor) über „Aktive Geräuschkompensation“: unerwünschte Frequenzen werden Stragisch im Dachhimmel platzierte Mikrofone im Innenraum erkannt. Die mit gegensätzlichen Schallwellen aus den Lautsprechern des B&O Sound Systems weitgehend neutralisiert werden.

 

Glen Goold:

„Unsere ‚Flüsterstrategie‘ wurde entwickelt, um das Autofahren so leise wie möglich zu machen. Zu unseren Maßnahmen zählen die Schall-Absorption durch perforierte Sitze bis hin zu Tests, bei denen die Geräuschmuster unterschiedlicher Reifen sorgfältig untersucht wurden“, sagt Glen Goold, Ford Kuga Chief Programme Engineer.

Amko Leenarts:

„Wir hatten von Anfang an eine klare Vision für den Ford Kuga. Wichtig war uns ein attraktives Außendesign sowie ein Innenraum, der das gute Gefühl von Ruhe und Schutz vermittelt. Das Ergebnis ist ein fünftüriges Crossover-SUV, das sich mit dem Leben seines Besitzers in einer positiven Weise verbindet“, ergänzt Amko Leenarts, Director, Design, Ford of Europe.


Schalldruck-Reduzierung: Stetiger Fortschritt im Lauf der Jahre

Ein inoffizieller Test ergab, dass die Insassen des neuen Ford Kuga Plug-in-Hybrid einem bis zu vierfach geringeren Geräuschpegel ausgesetzt sind als damals ihre Großeltern aus dem Jahr 1966. Erhöht man den Schalldruck um 10 % Prozent, wird das von den meisten als doppelt so laut wahrgenommen.

Hier ein Überblick über die Reduzierung der Innengeräusche (Schalldruck) bei 50 km/h, gemessen jeweils im 3. Gang (Modelle mit Schaltgetriebe):

Baureihe: Schalldruck in dB(A):

1966 Ford Anglia 89 (89,4)

1970 Ford Cortina 81 (80,9)

1977 Ford Granada 83 (82,5)

1982 Ford Cortina 79 (78,5)

2000 Ford Mondeo 77 (77,3)

2020 Ford Kuga Plug-in-Hybrid 69 (69,3)


Quelle: ASF Autoservice GmbH, Ford Autohaus Fürstenwalde bei Berlin, weiterführende Informationen auf www.ford.de, Ford Werke Deutschland

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Ford und Mazda Verkaufsstellen und bei ASF Autoservice GmbH, Martin-Luther-Str. 37, 15517 Fürstenwalde (www.asf-autoservice.de) unentgeltlich erhältlich ist.